Ablauf der Ausbildung
Man
kann die Ausbildung mit dem Theoriekurs im Winter – dann weiß man
theoretisch schon einiges - oder im Frühjahr mit der der praktischen
Ausbildung beginnen. Letzteres ist natürlich spannender, aber die
Theorie bleibt einem nicht erspart! Wir empfehlen genug Zeit für das
Segelfliegen einzuplanen und konsequent am Ball zu bleiben. Das
bedeutet, daß man versuchen sollte, an jedem "fliegbaren" Wochenende
(sowie an den Feiertagen) zu fliegen. Dann macht man schnell große
Fortschritte und kann bald alleine fliegen.
Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung beginnt zunächst mit dem
Windenstart, der kostengünstigsten und schnellsten Startart um "in
die Luft zu kommen". Im Laufe der Ausbildung lernt man dann
zusätzlich die Startart Flugzeugschlepp kennen.
Ausbildungsabschnitt 1
Die
ersten Segelflüge macht man mit einem unserer Fluglehrer in unserem
Doppelsitzer, dem Twin Astir. Der Flugschüler sitzt vorne, auf dem
Sitz des Piloten. Der begeleitende Fluglehrer steuert das Flugzeug
vom hinteren Sitz aus, der Flugschüler fühlt erst mit und probiert
es dann selbst. So lernt er die Steuerung des Flugzeugs, das
Verhalten am Flugplatz und die nähere Umgebung des Flugplatzes
kennen.
Abschluss des ersten Ausbildungsabschnittes ist der erste Alleinflug
(A-Prüfung), wofür üblicherweise zwischen 40 und 70 Starts mit
Fluglehrer benötigt werden. Den ersten Alleinflug werden sie nie
vergessen, zumal er nach der Landung mit einem uralten und recht
einprägsamen Flieger-Ritual gefeiert wird.
Ausbildungsabschnitt 2
Jetzt fliegt man auch alleine unter Aufsicht des Fluglehrers und
lernt immer anspruchsvollere Übungen. Man fliegt jetzt auch auf
einsitzigen Flugzeugtypen wie die K 8 und später dem Discus. Zum
Abschluss des Ausbildungsabschnittes steht die B-Prüfung und
C-Prüfung an.
Ausbildungsabschnitt 3
Der Flugschein kommt näher!
Sie arbeiten sich jetzt langsam an die Grundlagen des Streckenflugs
heran und bewegen sich etwas weiter vom Heimatflugplatz weg.
Dabei
lernt man die praktischen Seiten der Navigation und des
Thermikfliegens kennen und das Landen auf benachbarten Flugplätzen.
Ziel des dritten Ausbildungsabschnittes sind der Streckenflug über
50 km und letztendlich die Prüfungsflüge für den Flugschein.
In dem Dokument "Methodik der Segelflugausbildung" des DAeC ist der
offizielle Text für die Ausbildung für Interessierte ganz genau
beschrieben.
Sprechfunkausbildung
Zum Erwerb des Funksprechzeugnisses werden am Flugplatz regelmäßig
Kurse angeboten. Es gibt 2 Arten:
BZF II
Funksprechzeugnis für den Sprechfunkverkehr in Deutsch (der
Normalfall)
BZF I
Funksprechzeugnis für den Sprechfunkverkehr in Englisch, das ist
notwendig, wenn man im kontrollierten Luftraum oder im Ausland
fliegen möchte.
Die Prüfung wird bei der Regulierungsbehörde (Deutsche
Flugsicherung) z.B. in Stuttgart abgelegt.
Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung ist umfangreich und wird üblicherweise
in den Wintermonaten in einem Kurs angeboten. Sie besteht aus
insgesamt 7 Fächern:
Luftrecht (LUR)
Navigation (NAV)
Meteorologie (MET)
Aerodynamik (AERO)
Technik (TECH)
Verhalten in besonderen Fällen (VERH)
Menschliches Leistungsvermögen (HPL)
Theoretische Prüfung
Die theoretische Prüfung muss vor der praktischen Prüfung
bestanden sein und wird beim Regierungspräsidium Tübingen abgelegt.
Praktische Prüfung
Die praktische Prüfung ist der letzte Teil der Ausbildung und
nach all den zuvor gesammelten Erfahrungen kein großes Problem mehr.
Sie besteht aus insgesamt 3 Prüfungsflügen und wird bei uns am Platz
abgelegt.
Letztes Update
25. Dezember 2011