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Sommer, Sonne, Segelfliegen -
unser Sommer-Fluglager 2008

9 Tage Segelfliegen am Stück nennt man ein Fluglager. Wenn man an den 9 Tagen auch 9 Tage
Windenstart
fliegen kann, dann war es ein tolles Fluglager und wenn hinterher noch alles ganz ist und alle genügend fliegen konnten, dann war es ein erfolgreiches Fluglager. Ein solches war uns dieses Jahr beschert. Für eine prima Mannschaft sorgten die Teilnehmer aus dem SFC Ulm, dem Nachbarverein LSV Erbach, nette Gäste aus Backnang und R. Walser von der Flugwissenschaftlichen Vereinigung Ulm, der mit seinem Hochleistungs-Doppelsitzer vom Typ Ka2 den Flugzeugpark gewaltig aufwertete.
Up, up and away
Vor allem die Flugschüler profitierten von dem guten Wetter und hätte unsere Vorzeige-Flugschülerin Olivia (16) das Medical rechtzeitig machen können, wäre sie nicht erst 8 Tage nach dem Fluglager alleine geflogen. Das Wissen, worauf es ankommt, hat auch unser Jonas (15) schon. Nach 14 Tagen im Verein und etwa 20 Schulstarts durfte er als Passagier im Twin III mitfliegen und was sagt er nach der (guten) Landung zum Piloten: „Wenn ich so einen Anflug gemacht hätte, hätte mich (Fluglehrer) Carlo ganz schön versäckelt!“ Da dürfen wir uns in Zukunft wohl warm anziehen! Zum „Tiefanflugspezialisten“ wollte sich Patrick
Olivia – unsere Vorzeige-Flugschülerin
Patrick (rechts)
(17) weiter bilden – bis den Fluglehrern der Kragen platzte. Wir haben Patrick nach der Standpauke fotografiert! Aus der Ka8 kaum herauszubekommen war unser „Oldie Otto (68)“. Sonst DG300-, UL- und Motorflieger-Pilot genoss er das Nostalgiefliegen bis zum schmerzenden Hinterteil und trieb die Ka8 immer wieder zu Dauerflug-Höchstleistungen. Der Rest der Ulmer Mannschaft verhielt sich artgerecht – darüber ist also nichts zu sagen! Für den Erhalt der leiblichen Substanz der Teilnehmer sorgte eine Koch-Künstlertruppe um Christiane, Katrin, Bibi, Carlo,Tommy und anderen. Sie machten ihre Sache so gut, dass jeden Abend Gäste begrüßt werden konnten. Es gab aber auch einen, dem die Köstlichkeiten nicht so recht schmeckten. Macht nichts, selbst schuld. Ganz besonders erwähnen muss man unser Ehrenmitglied Ernst (76).
Er war täglich einer der Ersten am Platz, hielt die Küche im Zustand eines Nobelhotels und brachte den „armen“ Piloten Kaffee und Kuchen an den Start. Welch eine Dienstauffassung! Zur Strafe musste er dafür jeden Tag einen Start mit Fluglehrer im Twin III machen. Er hätte es aber auch alleine noch problemlos geschafft. Bei so einer tollen Truppe durfte natürlich auch der Vereinshäuptling Georg (54) nicht abseits stehen. Als Startleiter und Windenfahrer machte er sich am Wochenende hervorragend. Ein kleines Problem bereitete unsere Winde: Sie war plötzlich „stromlos“. Die Suche nach der Ursache gestaltete sich schwierig, denn – wie Murphy sagt – der Fehler ist immer dort, wo man nicht hinsieht! Erst nach Ausbau diverser Teile des Armaturenbretts entdeckte man eine verbrannte Flachsteckverbindung. Der lockere Flachstecker hatte einen Lichtbogen und dieser eine Oxydschicht erzeugt, die der Strom nicht mehr überwinden konnte. Der Fehler wurde beseitigt und seitdem funktioniert alles wieder. So konnten
wir in den 9 Tagen immerhin über 500 Starts machen.
Nicht ganz zufrieden mit dem Wetter mussten die „Streckenflieger“ sein. Größere Strecken waren ihnen leider während des Fluglagers nicht vergönnt. Schade. Ach so: Interna-tional waren wir übrigens auch: Aus der Schweiz war Conny vom Arche-opterix-Team (Fußstartflieger) dabei! Also dann: Beim Fluglager 2009 sehen wir uns wieder!
Ernst – hier macht er (ausnahmsweise) einmal einen etwas müden Eindruck

<< Gehen die Fluglehrer hier wirklich „die Wand hoch“?

Beitrag von Dr.-Ing. Otto Künzel
12.08.2008

Weitere Bilder vom Fluglager

Bei dieser Gelegenheit:
Ein herzliches Dankeschön an unsere Fluglehrer Carlo, Hermann, Dillo und Günter und an die „gefühlvollen“ und unermüdlichen Windenfahrer Uli, Tommy und Co.!

Letztes Update 15.08.2008

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